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Unsere erste Fahrt mit der British Roadster IG Saar-Pfalz Nachdem wir uns am 20. Mai (Vatertag) endlich unseren Spitfire zugelegt hatten, von dem sich der Vorbesitzer nach 20 Jahren nur schweren Herzens trennte, stand uns nach einer kleinen Oldtimerrallye nun endlich, am 18. Juli, die erste größere Ausfahrt bevor. Es begann wie im Bilderbuch und endete eigentlich auch so, nur dazwischen war es ein klein wenig feucht. Aber das haben meine besser Hälfte Alexandra und ich nun gelernt, dass so ein wenig Wasser nur halb so schlimm ist. Sonntag, morgens um 8 Uhr in Neunkirchen. Ich fahre mit meinem Golf zum „Stall“ des kleinen roten Spitfire, hole diesen raus, stelle den Golf rein und dann geht es genüsslich wieder die 5 Kilometer bei leichtem Nebel und frischer Luft zurück zur Liebsten. Futter, Stühle und Schirme eingepackt und los ging es nach Limbach, von dort hinter einem MGB GT weiter nach Saarbrücken zum Treffpunkt, der geschickter Weise an einer Tankstelle lag, denn der kleine Rote brauchte auch noch Futter. In Saarbrücken sammelte sich die Meute. Und wir lernten wieder eine ganze Menge neuer Leute kennen, von denen ich mir mal wieder nicht alle Namen auf einmal behalten konnte. Sorry, aber das wird mit jedem Treffen besser, versprochen. Im Konvoi ging es unter Führung von Karlheinz von Saarbrücken/Güdingen nach Perl/Hellendorf zum letzten Sammelpunkt bei Michael und Evi. Dort gab es dann Kaffee und leckeren Kuchen. An dieser Stelle noch einmal ein Lob für den leckeren Kuchen an Evi. Die Führung für die endgültige Route hatten ab diesem Zeitpunkt Michael und Evi. Das Wegweisersystem, das bei der British Roadster IG Saar-Pfalz eingesetzt wird, ist einfach genialen. Der Konvoi bestand inzwischen aus einem TR6, zwei MGB GT, zwei MG Midget, drei MG B, zwei Spitfire und unserem PS- und Hubraummonster in Gestallt eines Morgan +8. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir immer noch vorstellen für was wir eigentlich an diesem Tag einen Schirm brauchen. Für was Schirme gut sind, wurde uns aber nach einigen Kilometern klar. Bei einem kurzem Stop an einer Tankstelle in Luxemburg stellten Alexandra und ich uns dann doch die Frage, ob wir nicht lieber das Dach schließen sollten. Aber die ersten wollten wir auch nicht sein. Okay es regnete noch nicht wirklich und wir ließen das Dach offen. Auf der Weiterfahrt begann es dann doch zu regnen, keiner hielt an und alle Dächer, außer bei den MG B GT’s blieben offen. Wie sieht ein MG B GT ohne Dach aus?? Wäre mal ein Projekt für eine Feuerwehrübung. Oder nicht?!? Nach ein paar Kilometer hat Michael ein Einsehen und stoppte die Kolonne, um allen die Möglichkeit zu bieten die Dächer zu schließen. Aber wir sind ja alle harte Jungs und Mädels und so ging es bei ständig stärker werdendem Regen weiter Richtung Colmar zur Goodyear Teststrecke und siehe da der Himmel hatte ein einsehen und es tropfte nur noch. Nachdem wir, warum auch immer, einen Teil der Truppe "verloren" hatten, legten wir einen kurzen Stop in einem kleinen Dorf ein. Meine bessere Hälfte und ich schauten uns an, ob wir das Dach nicht doch schließen sollten, da es in der Ferne wieder wesentlich düstere aussah. Wir hatten es noch nicht ausgesprochen und schon ging es los. Da hatte es jemand richtig gut mit den Pflanzen, aber nicht mit den Roadstern gemeint. Was für ein Glück, dass wir den Spiti inzwischen unter einer Minute dicht bekommen. Da auch ein paar Solofahrer dabei waren, wollte ich, nachdem der Spiti dicht war, auch denen helfen den Deckel drauf zu bekommen, aber irgendwie muss ich mir mal im Trocknen anschauen wie deren Dächer geschlossen werden. So nun regnete es aber Hunde und Katzen vom Himmel und ein Teil der Truppe fehlte noch. Nach langem hin und her haben wir es dann irgendwie unter zu Hilfenahme modernster Kommunikationsmittel doch geschafft die Truppe wieder zusammenzuführen. Und es ging im Regen, ohne weiter Komplikationen, dem Ziel entgegen. Auf der Goodyear Teststrecke angekommen, besetzten wir erst mal einen beheizten Shuttelbus, der uns vom Parkplatz zum Start- und Zielbereich fuhr. Die folgenden Stunden waren echt super. Man konnte sich im Fahrerlager umsehen, die Autos von nahem betrachten, also genauso wie ich es von früher aus der STW kenne und nicht so steril wie es in der Formel 1 zugeht. Ich muss schon sagen, Respekt wie die Fahrerinnen und Fahrer mit Ihren doch schon in die Jahre gekommenen Gefährten um den Kurs fegten. Die Rennen waren absolut fair und keiner hat den anderen irgendwie mal angeschubst. Wäre ja auch schade um jede Beule in den guten Stücken. Obwohl ich schon immer ein Fan der BTCC bin, da wird meist richtig viel Lack ausgetauscht, aber das ist ja auch eine ganz andere Liga. Und die Oldies muss man ja nicht mutwillig kaputt machen. Ganz toll fand ich auch das mein zweites Lieblingsfahrzeug um die Strecke fegte. Alle British Roadster Fahrer werden mich jetzt prügeln, aber trotzdem finde ich die NSU TT auch ziemlich scharf. Nachdem alle Rennen vorbei waren und ich ca. 200 Fotos gemacht hatte, von denen Michael vielleicht das ein oder andere auf die Homepage stellt, ging die Fahrt zurück Richtung Heimat. Ohne Regen bei offenem Verdeck über die sehr schöne Strecke die Michael und Evi geplant hatten, bis zu dem Zeitpunkt als wir wieder einen Teil der Truppe vermissten. Ein technischer Defekt an einem MG Midget stoppte uns. Wie sich aber herausstellte war dieser, wie auch nicht anders zu erwarten war, nicht auf mangelnde Wartung sondern durch das regnerische Wetter bedingt. Erste Vermutung war, dass der Benzinfilter zu war. Okay ich bin dann mal an meinen Kofferraum und wollte mal sehen ob ich einen dabei habe. Man will ja helfen, auch wenn man keine Ahnung hat. Ich hatte aber keine Benzinfilter, aber dafür jede Menge Wasser im Kofferraum, da sich die Durchführung für die Benzinleitung im Kofferraumboden aufgelöst hatte und ein Rücklicht undicht ist. Ich hoffe mal, dass es nur die beiden Dinge waren. Als ich zurück zum Midget gekommen bin, hatte sich herausgestellt das die Benzinpumpe durch Wassereinbruch hin und wieder mal kurzgeschlossen war. Aber Andreas, Karlheinz und die anderen hatten das Problem schnell erkannt. Jetzt hab ich auch keine Bedenken mehr, dass mein Spiti irgendwo in der Pampa liegen bleibt, solange diese Truppe dabei ist. Von nun an ging es problemlos weiter. Aufgrund der späten Stunde, bedingt durch Wetter, technischem Defekt und den Rennen die jeder bis zum Schluss sehen wollte, mussten wir den Besuch bei Firlefanz ausfallen lassen. Unser Spiti stand so gegen 21:30 Uhr wieder in der Garage, der Kofferraum war ausgeräumt und trocken gelegt. Alexandra und ich fanden die Ausfahrt trotz des Wetters sehr lustig und schön und haben nun auch den Beweis, dass man auch mit offenem Verdeck bei Regen fahren kann, solange man einen Schirm hat, der groß genug ist, damit man an roten Ampeln usw. das Auto temporär schließen kann. So nun warten wir auf die nächste Ausfahrt und beten das es nicht wieder regnet sondern von Anfang bis zum Schluss die Sonne scheint. (Alexander)
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